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GEBUS-Lok – ex Zillertalbahn D7

in Schienenfahrzeuge 20.11.2013 14:49
von bricoleur • 254 Beiträge

März 2013

Im Herbst letzten Jahres hatte ich mich entschlossen die ehemalige D 7 der Zillertalbahn als Modell im Maßstab 1:16 zu bauen. Die diesel-elektrische Lok ist ja so was von hässlich, dass sie schon wieder schön ist. Außerdem gleicht sie vom Stil des Aufbaues her Diesellokomotiven französischer Schmalspurbahnen.

Ausführlichere Informationen, mit Fotos und Maßskizzen, bieten zwei Artikel in den Zeitschriften „Mittelpuffer – Schmalspur-Magazin“ – Heft 29, Seite 10 ff,
und „Schmale Spuren – Modell und Vorbild“ – Heft 1/2009, Seite 6 ff.



Den Aufbau der Lok will ich aus Polystyrolplatten fertigen. Aber zunächst mussten die geeigneten Teile für die Antriebsdrehgestelle gefunden werden. Da war ich schnell bei zwei Fahrgestellen von Playmobil. Bei meinem LT 21 hat sich ein solches ja schon bewährt. Bei den Antriebsteilen sind bereits Gewichte enthalten, was für das Fahrverhalten vorteilhaft ist. Natürlich stimmen die Maße nicht so, dass man die Drehgestelle der Gebus-Lok maßstäblich nachbauen könnte. Der Achsstand ist schon mal 10 mm größer. Ein Drehgestell wird 20 mm länger als maßstäblich. Die Breite haut ungefähr hin.



Ich hatte die Playmobil-Rahmen entsprechend zurechtgestutzt. Die Kästen waren nun 204 mm lang, 67 mm breit und ab SO 48 mm hoch. Da wurden Seitenteile und Pufferbohlen dran geklebt sowie oben drauf die Drehpfanne. Es war eine ziemlich aufwändige Polystyrolschnipsel-Resteverwertung. Für die Rundungen der Elektromotore sauber ausfräsen zu können, habe ich mir eine kleine Schablone aus Blech gefertigt, die man dafür in die entsprechende Ecke schrauben kann.



Nachdem die Drehgestelle fertig waren, hatte ich die Rahmen zur Lokmitte etwas abgeschrägt, damit sie nicht in engen Kurven unter dem Lokrahmen seitlich ausladen und dem Lokführer den Aufstieg zerbröseln.



Die Drehgestelle sind nun 205 mm lang, 85 mm breit und 50 mm hoch über SO. Damit wurde die Maßstäblichkeit wie erwartet überschritten: in der Länge um 23 mm, in der Breite um 13 mm und in der Höhe um 13 mm. Das wird sich zwangsläufig auf die weiteren Maße des Aufbaus auswirken. Das Original ist nicht so groß, dass sich das im Gesamtbild negativ bemerkbar machen könnte. Die Lok ist ziemlich schmal, sie könnte eine Geiß zwischen die Hörner küssen. Da wird dem Modell ein wenig mehr Fülle bestimmt ganz gut stehen.

In der Folge hatte ich eine stabile Bodenplatte aus 5 mm Polystyrol gebaut. Die Platte misst 110 x 390 mm, der Drehzapfenabstand beträgt 220 mm.



Da wurde dann die Technik drauf montiert: Ein Blei-Gel-Akku 6 V 4 Ah sowie eine Fernsteuerung von Playmobil, untergebracht in einem gekürzten Antriebsgehäuse. Zum besseren Ausprobieren der Lok-Elektrik habe ich mir zwei einfache Rollenprüfstände – speziell für Antriebe von Playmobil – aus Spielzeug-Drehgestellen gebastelt. Darauf kann man die Lok im Stand laufen lassen. So weit funktioniert alles einwandfrei.



Für die Dieselgeräusch-Elektronik mit Lautsprecher ist der Platz im Heckaufbau reserviert. Das Führerhaus dient dann als Resonanzkörper. Aber da war erst einmal Pause bei der Gebus. Der weitere Aufbau der Lok hängt etwas davon ab, aus was ich die Mopedlampen machen kann. Am besten würden die Suchscheinwerfer von Graupner, Artikel-Nr. 353.2, Durchmesser 12 mm, passen. Diese sind aber zurzeit nicht lieferbar.

Der Bericht vom Weiterbau folgt zur gegebenen Zeit.


zuletzt bearbeitet 05.11.2014 22:35 | nach oben


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