#1

Die Bandsäge – meine unentbehrliche Bastelmaschine

in Werkzeuge und Hilfsmittel 21.11.2013 22:12
von bricoleur • 254 Beiträge

Zur Einstimmung eine kleine Fingerübung eines Bandsäge-Akrobaten:
http://www.youtube.com/watch?v=YXW55S4X9zo

Allerdings möchte ich niemandem empfehlen, das Gerät dermaßen leichtsinnig zu handhaben. So eine kleine Bandsäge für Bastler ist zwar keine klassische Finger-ab-Maschine, man kann sich aber trotzdem daran verletzen, insbesondere dann, wenn das Sägeband scharf ist. Und so sollte es ja auch sein.

Für mich ist die Bandsäge ein unentbehrliches Werkzeug geworden. Seit 30 Jahren arbeite ich damit und habe in der Zeit schon zwei verschlissen: Eine von Black&Decker und eine von Westfalia. Die waren beide besser als jene, die ich jetzt besitze. Aber mit der von Güde - Modell GBS 200 - komme ich auch ganz gut zurecht. Die Übung bringt‘s.



Das Positive an so einer Bandsäge ist die Tatsache, dass sich damit fast alle Sägearbeiten schnell und unkompliziert ausführen lassen. Das Sägeband läuft ruhig in eine Richtung, der Sägeschnitt ist gut einzusehen und man kann damit - ob mit Anschlag oder freihändig - sehr genau arbeiten. Die Bandsäge steht bei der Präzision von Parallelschnitten einer Kreissäge nicht nach. Natürlich sind Innenschnitte damit nicht möglich. Dafür braucht man eine Dekupiersäge oder Stichsäge. Für Kreisschnitte gibt es Vorrichtungen als Zubehör. Ich habe mir selber eine aus Holzresten gebastelt, die ich an den Sägetisch anklemmen kann.



Auch lassen sich kleinste Teile abschneiden. Man sollte allerdings darauf achten, dass diese nicht in dem Sägeschlitz des Tisches verschwinden. Sie könnten sich in der unteren Sägebandführung verkeilen, was zum Reißen des Sägebandes führen kann. So ein Sägeband reißt natürlich auch irgendwann, spätestens dann, wenn es stumpf geworden ist. Es ist eben Verbrauchsmaterial. Man sollte immer eins als Reserve zur Hand haben. Man bekommt sie sowieso günstiger, wenn man mehrere davon kauft. Bei entsprechender Sorgfalt halten die Dinger aber ziemlich lange.

Ich verwende vorwiegend 6 mm breite Sägebänder mit 14 Zähnen auf ein Zoll. Diese sind geeignet für Holz, Kunststoff und Buntmetalle.

Man bekommt solche Maschinen - mit einer Tischgröße von ca. 300 x 300 mm, einem Seitendurchlass von 200 mm und einer maximalen Schnitthöhe von 80 mm - schon unter 100,00 €. Sind sind für Bastler vollkommen ausreichend. Natürlich gibt es auch Maschinen in der Größe, die das Dreifache davon kosten, allerdings keinesfalls dreimal besser sind.


zuletzt bearbeitet 28.04.2018 16:38 | nach oben

#2

RE: Die Bandsäge – meine unentbehrliche Bastelmaschine

in Werkzeuge und Hilfsmittel 12.05.2014 18:01
von bricoleur • 254 Beiträge

Wieso Sägebänder reißen

Nichts hält ewig. Und so hatte ich mich bereits daran gewöhnt, dass die Sägebänder meiner Bandsäge nach zwei bis drei Monaten Gebrauch irgendwann reißen. Dann macht es peng und es ist erst einmal Pause. Wenn das Band sowieso ausgewechselt werden müsste, weil es langsam stumpf wird, ist das egal. Wenn das Band noch gut ist, könnte man sich ärgern.

Im letzten Jahr hatte mich ein Fachmann darüber aufgeklärt, wieso Sägebänder reißen. Das kann viel Gründe haben, aber der Hauptgrund liegt in der Materialermüdung. Der Stahl ist zwar flexibel, wird allerdings durch das ständige Walken über die Umlenkräder geschwächt. Und dann kann schon ein kleine Zugerhöhung, z.B. durch Späne in der Bandführung, das Band zum Reißen bringen.

Die Steifheit des Bandstahls ist um so höher, je dicker das Sägeband ist. Dünnere Sägebänder sind flexibler. Nun hatte ich in der Vergangenheit stets Bänder der Stärke 0,65 mm benutzt. Der Experte meinte, das sei für meine kleinen Umlenkräder (Durchmesser 20 cm) zu dick und ich sollte es mal mit einem 0,36 mm-Band versuchen. Gesagt getan.

Jetzt habe ich solch eine dünneres Sägeband schon seit mehr als einem halben Jahr auf der Maschine und es lebt immer noch. Stumpf ist es auch noch nicht, obwohl u.a. Messing damit gesägt wurde. Also, das war mal ein Expertenrat, der bares Geld spart. Dann sollte man das auch irgendwie honorieren:
http://www.werkzeug-pruever.de/

Nachtrag Juli 2015

Es ist nicht zu fassen, aber das dünne Band ist immer noch nicht gerissen und es schneidet immer noch gut. Allerdings lässt die Schärfe nun langsam nach. Kein Wunder nach dem, was in den eineinhalb Jahren alles damit gesägt wurde.


zuletzt bearbeitet 21.03.2016 19:51 | nach oben

#3

RE: Die Bandsäge – meine unentbehrliche Bastelmaschine

in Werkzeuge und Hilfsmittel 21.03.2016 20:14
von bricoleur • 254 Beiträge

Sägeband gerissen

Heute ist es passiert. Nach 2 ½ Jahren Laufzeit ist das Sägeband endlich gerissen. Da kann man wirklich nicht mehr meckern.

Tipp zum Sägebandwechsel

Wenn man ein neues Sägeband einspannen will, muss man die Spannschraube oben und die Justierschraube hinten zurückdrehen, damit man das Band auf die Räder bekommt. Dann wird das neue Band gespannt und justiert, so dass es richtig auf den Räder läuft. Das ist jedes mal eine kniffelige Sache, bis das alles wieder stimmt.



Ich habe nur ganz einfach mal die letzte Stellung der Schrauben nach dem Riss des Sägebandes mit Klebestreifen markiert und jede Schraube drei Umdrehungen zurück gedreht. Das Band ging so problemlos drauf. Und nun die Schrauben wieder drei Umdrehungen in die alte Stellung vor gedreht. Und siehe das, das neue Band läuft einwandfrei. Es stimmt alles.

Darauf hätte ich auch schon früher kommen können.


zuletzt bearbeitet 28.04.2018 16:39 | nach oben


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