#1

Weichen und Weichenstellhebel

in Gleis- und Streckenbau 20.11.2013 00:03
von bricoleur • 249 Beiträge

Weichen bei der Gartenbahn

Bei der Gartenbahn verwende ich Gleis, also auch Weichen von LGB, ohne die originale Weichenstellmechanik. Die Weichen können gebraucht sein und die elektrischen Verbindungen müssen nicht mehr funktionieren. Solche Weichen bekommt man günstig. Zur der Bedienung baue ich einen Handstellhebel an, nach Vorbild eines Wurfhebels mit Gewicht.

Dafür gibt es einen Bausatz aus lasergeschnittenem VA-Edelstahlblech, mit angegossenem Wurfgewicht aus Weißmetall. Der Bausatz ist eigentlich für den Maßstab 1:13 konzipiert, passt aber ebenso gut zu 1:16.
Quelle: http://bommelbahn.de/angebote/angebote.htm
Das Wesentliche an dem Teil ist die Eigenschaft, wie ein richtiger Weichenstellhebel zu funktionieren.



Für den Stellhebel an der Weiche zu befestigen wurden zwei Schwellen entsprechend verlängert, mit einem Bock aus Polystyrol, auf den man die Mechanik dann anschrauben kann. Als Stellstange verwende ich 1,2 mm Messingdraht, über den ich die schwarze PVC-Ummantelung einer Kabellitze gezogen habe. Den Hebel kann man nach Belieben bemalen. Die VA-Teile mache ich mit einem Filzstift schwarz.

Diese Weichenstellhebel sind robust und – da sie nicht rosten – für den rauen Freilandbetrieb bestens geeignet. Sollte jemand mal aus Versehen drauf treten, geht höchstens der Plastikbock kaputt. Für die Mechanik braucht man schon einen Hammer.

Weichen bei der Kellerbahn

Auf meiner Kellerbahn Spur verwende ich Kunststoffgleis von Scientific Toys. Das von Echo Toys ist fast baugleich und geht ebenso. Von ST gibt es allerdings mehr gerade Gleisstücke. Nur taugen die Weichen von ST nichts, da sie nur eine Weichenzunge besitzen. Dafür nehme ich dann welche von Dickie. Diese sind eigentlich im Maßstab 1:32. Wenn sie aber eingebaut und eingeschottert sind, fällt das kaum noch auf. Bei Weichen liegen die Schwellen sowieso oft etwas enger beieinander. Damit die Dickie-Weichen mit dem ST-Gleis kompatibel werden, säge ich Teile dieser für mich unnützen Kreuzungen ab und klebe sie an die Enden. Die Weiche muss dann noch mit 3 mm Polystyrolstreifen unterlegt werden, da sie nicht so hoch ist wie das ST-Gleis.



Eine dieser Weichen habe ich zusammen mit einem Edelstahl-Weichenstellhebel, wie ich sie bei der Gartenbahn verwende, eingebaut. Bei den weiteren Weichen im Bahnhofsbereich sind diese Stellhebel jedoch ungünstig, da sie zuviel Platz brauchen. Die Gleise liegen bei der Kellerbahn aus bekanntem Platzmangel etwas enger als bei der Gartenbahn. Ich benötige deshalb eine Hebelart, die nicht quer zum Gleis, sondern parallel gestellt wird.

So kam ich zu Kunststoff-Stellhebel amerikanischer Bauart von PECO. Die sollen für Spur G (also Baugröße 2) sein, sind aber m. E. dafür mit einer Hebellänge von 45 mm ab Drehpunkt etwas zu wuchtig. Manche Händler bieten sie sogar für die Baugröße 1 ein, was überhaupt nicht stimmen kann. Für den Maßstab 1:16 passen sie allerdings ganz gut.



Der Anbau an eine Weiche ist kein Problem. Man muss dazu nur zwei Schwellen verlängern. Ich habe den Hebel etwas bemalt und er hat noch einen Handgriff aus 2 mm Messingdraht bekommen.



Die Mechanik funktioniert prima. Damit war bei der Kellerbahn die technische Ausstattung der weiteren Weichen im Einfahrtsbereich des Bahnhofs geklärt. Von einem Bastelkollegen kam dann der Einwand, dass das Gewicht des Stellhebels für den Maßstab 1:16 doch etwas schmalbrüstig sei. Also wurde das Gewicht verdoppelt. Ich habe aus 3 mm Polystyrol diese Scheibchen gedreht, Durchmesser 17 mm, Bohrung 4,5 mm. Erst das 2 mm Loch für den Handgriff in den Hebel bohren, dann den Handgriff hineinkleben und schließlich die Scheibe drüber. Das sieht so in der Tat um einiges besser aus.



Als die Firma Lehmann im letzten Jahrhundert erstmals mit ihrer Großbahn auf den Markt kam, gab es zunächst eine Batteriebahn mit Plastikschienen. Dazu gehörten Y-Weichen. Ich habe eine solche eingebaut (letzte Weiche) und ebenfalls mit einem PECO-Stellhebel versehen.



Dieses Stumpfgleis führt in die zweite Ecke der Kellerbahn-Anlage, zum zukünftigen Stellplatz des Dampflokschuppens, der sich zurzeit noch im Bau befindet.


zuletzt bearbeitet 23.04.2018 08:04 | nach oben

#2

RE: Weichen und Weichenstellhebel

in Gleis- und Streckenbau 06.02.2017 15:12
von bricoleur • 249 Beiträge

Da im zweiten Bauabschnitt der Kellerbahn bei den Weichen in gleicher Weise Platzmangel vorherrscht, wurden auch hier Weichenstellhebel von PECO eingebaut.



Inzwischen konnte ich günstig einen gebrauchten Weichenstellhebel aus der Werkstatt von Bertram Heyn erwerben. Es handelt sich hier um einen Hebel parallel zum Gleis mit Umlenkwinkel. Ein schönes Schaustück, welches ich an eine Weiche an gut einsehbarer Stelle im Übergang zum dritten Bauabschnitt montiert habe.



Der aus Messing bestehende, auf eine Kunststoffplatte geschraubte Hebel ist für den Anbau an LGB-Weichen gedacht. Da bei der CFEB eine etwas größerer Seitenabstand erforderlich ist, musste die Konstruktion umgebaut und mit einer längeren Stellstange versehen werden.


zuletzt bearbeitet 23.04.2018 08:06 | nach oben

#3

RE: Weichen und Weichenstellhebel

in Gleis- und Streckenbau 19.02.2017 19:53
von bricoleur • 249 Beiträge

Eigenbau-Weichenstellhebel

Im 3. und 4. Bauabschnitt habe ich fünf Weichen mit Eigenbau-Weichenstellhebeln versehen. Diese einfachen Konstruktionen, mit Unter- und Oberhebel, wurden aus 1 mm Messingblech und Polystyrolresten gefertigt. Die Böcke sind aus Achslagern von der Botoy-Spielzeugeisenbahn gemacht.



Bei einer Weiche musste aus Platzgründen der Hebel jenseits des Abzweiggleises montiert werden. Dafür habe ich eine Umlenkschreibe aus Messingblech hergestellt.



Solche Weichenstellhebel will ich auch für die Gartenbahn basteln. Allerdings werde ich dann dickeres Messingblech verwenden und die Böcke ebenfalls aus Metall fertigen. Die Gewichte könnte man aus Blei herstellen.


zuletzt bearbeitet 23.04.2018 08:08 | nach oben

#4

RE: Weichen und Weichenstellhebel

in Gleis- und Streckenbau 06.01.2019 23:37
von bricoleur • 249 Beiträge

Weiche im Straßenplanum

Da bei der Kellerbahn aus Platzgründen ein Großteil der Gleise in die Fahrbahnen der Straßen verlegt werden mussten, reicht auch eine Weiche in einen Bahnübergang hinein. Allerdings befinden hier die Weichenzungen außerhalb der Fahrbahn.



Nun habe ich eine Weiche komplett ins Straßenplanum eingebaut. Das ging deshalb ganz gut, weil es sich hier um eine Y-Weiche von Lehmann handelt. Bei dieser schwenken die Weichenzungen an den Spitzen nur 4,5 mm und die Rillen werden nicht allzu breit. Bei den Dickie-Weichen sind es 10 mm.



Die Platten für die Einfassung wurden aus 3 mm Masonit gefertigt und mit der rauen Seiten nach oben verlegt. Dass musste natürlich alles genau angepasst werden. Mein gesamtes Rollmaterial durchfährt die Weiche störungsfrei.

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