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Feldbahn Spur 3f

in Zubehör 20.11.2013 12:11
von bricoleur • 254 Beiträge

Eine Krumpelbahn in der Bimsgrube

Bei meiner 3e-Gartenbahn soll es auch eine kleine Feldbahn in Spur 3f geben, die in einer Bimsgrube das abgebaute Material zu einer Verladestelle bringt und in die Schüttgutwagen der Kleinbahn kippt. Von dort bringt die Kleinbahn das Zeug zum Hafen, wo es in eine Péniche umgeladen wird. So jedenfalls der Plan.

Die Feldbahn wird nicht allzu umfangreich. Eine Lok und ein halbes Dutzend Kipploren sind ausreichend. Fahren soll sie auf dem Kunststoffgleis des Coca-Cola-Weihnachtszuges, aus der Abteilung Spielzeugeisenbahn. Das Gleismaterial ist ziemlich stabil und entspricht in der Größe etwa einem Feldbahngleis. Man könnte noch jede zweite Schwelle entfernen.

Als erstes habe ich eine Kipplore gebastelt. Eigentlich ist es nur ein Umbau. Ich will für die Feldbahn das Lorenmaterial von LGB verwenden, denn das passt sehr gut zum Maßstabe 1:16 und war für die 1:22,5 schon immer viel zu groß. Bevorzugt wird die ältere Version mit den stracken Kupplungshaken. Die haben auch noch die alten Räder mit den hohen Spurkränzen, die ich gut für meine 3e-Kleinbahn gebrauchen kann.

Als Modell in 1:16 entspricht so eine LGB-Kipplore in etwa den Abmessungen einer RSSB-Kipplore von Regner in 1:22,5. Das Fassungsvermögen der Kippmulde liegt gestrichen bei 1,7 m³.

Als erstes werden die Kupplungsbügel entfernt. Aus 30 mm Messing-Teppichleiste fertige ich dann die Mittelpuffer und schraube sie an den Rahmen. So eine Teppichleiste ist bestens dafür geeignet, da sie bereits die Rundung des Puffertellers besitzt.



Dann müssen andere Radsätze her. Ich nehme dafür Räder einer Spielbahn von Botoy. Die Räder sind bei mir sozusagen ein Nebenprodukt, da ich die meisten Teile von Botoy zum Basteln für meine 3e-Bahn verwende. Mit einem Durchmesser von 25 mm passen sie sehr gut zu dem Maßstabe. Sie entsprechen einem Durchmesser von 400 mm beim Original. Die Radachsen werden mit Plastikröhrchen auf die Spurweite von 32 mm gebracht.



Bei Ebay habe ich eine halbfertige gebremste Flachlore gesteigert. Die sollte mal was in 1:13 werden, aber der Verkäufer hat das Projekt aufgegeben. Wie man sieht, wurden von dem Bastelkollegen die Achslager geändert. Die Achslagerdeckel sind fest an den Messingbuchsen. So ähnlich will ich das auch noch bei den Kipploren machen.



Ich habe das Modell fertig gestellt. Da brauchte ich für 1:16 nur das Bremsgeländer etwas niedriger zu kürzen. Die Loren werden mir rostbrauner Grundierung aus der Spraydose gespritzt und anschließen hellgrau lackiert. Wenn man dann sachte mit Schmirgelpapier drüber geht, kommt der Rost langsam wieder zum Vorschein. Dreckig wird das Rollmaterial später sowieso, bei der Arbeit in der Bimsgrube.

Die Feldbahnlok

Ein direkte Vorbild habe ich für die Feldbahnlok nicht. Ich will etwas aus vorhandenen Teilen zusammenbauen, was das glaubhaft wie ein solches Gerät aussehen soll. Bei der Ausschau nach einem geeigneten Antrieb und bin dabei bei Faller E-Train bzw. dessen Nachfolger Eco Playtrain gelandet (auch Spielzeugeisenbahn).

Nun sind die E-Train-Loks nicht gerade wegen ihrer großen Zugkraft berühmt. Wenn man aber in Doppeltraktion fährt, geht das schon besser. Ich will aber keine zwei Feldbahnloks bauen, sondern nur eine mit zwei Motoren. Dafür habe ich mir zwei Eco-Playtrain-Fahrgestelle (die lassen sich besser auseinander nehmen als die Faller-Teile) besorgt und demontiert.

Als nächster Schritt wurden die Antriebsgehäuse in der Mitte durchgesägt und die zwei Teile mit den Motorhalterungen aneinander geklebt. Dazu mit Polystyrol verstärkt und, da ich vermute, dass das Gehäuse aus PE oder einem ähnlichen Kunststoff besteht und deshalb nicht gut zu kleben ist, noch zusätzlich von unter verschraubt.





Die originalen Räder sind hier nicht brauchbar, da zu klein. Ich habe deshalb die bereits bei den Loren verwendeten Räder von Botoy (Durchmesser 24 mm) genommen. Die Lackierung der Speichen kann man so lassen. Bei den Rädern wurden von innen 3 mm Alu-Blindnieten eingedrückt und die Köpfe der Nieten um 0,5 mm flach gefeilt. Diese Räder dann auf die originalen Achsen mit den Zahnrädern in der Mitte aufgedrückt passen ganz genau. Achsabstand entspricht mit 64 mm etwa einem Meter.

Elektrisch funktioniert alles. Auf dieses 160 mm lange Fahrgestell soll nun der Lokrahmen kommen.
Fortsetzung folgt


zuletzt bearbeitet 08.07.2015 17:14 | nach oben


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